Wer ist eigentlich dieser Händel?

Schon die Händelfestspiele in Göttingen gibt es seit 1920, in drei Jahren feiern sie 100-jähriges Jubiläum. Ihr Namensgeber aber ist noch viel älter: Georg Friedrich Händel wurde 1685 in Halle (Saale) geboren – und prägte seitdem als Komponist nachhaltig die Barockmusik.

Hamburg, Italien, London eroberte er mit seinen Opern im Sturm, und dann die ganze Welt. Ganze 42 Opern und 25 Oratorien umfasst sein Hauptwerk – darunter das weltweit bekannte Oratorium „Messiah“ und eben auch die diesjährige Festspieloper „Lotario“. Nicht nur Beethoven bezeichnete ihn später als den größten aller Komponisten.

Schön und gut. Toller Mann, dieser Händel. Aber warum wird er so in Göttingen gefeiert? Tatsächlich: Händel hatte eigentlich nichts mit Göttingen zu tun, war nie in Göttingen zu Besuch. Aber scheinbar kamen in Göttingen besonders viele, besonders engagierte Händel-Fans zusammen: Aus Leidenschaft für die Werke des Komponisten inszenierten die Bürger seine Opern wieder für die Bühne und brachten damit eine Bewegung ins Rollen, die „Göttinger Händel-Renaissance“ – aus der die heute international bekannten Händelfestspiele in Göttingen entstanden.