“goettingen haendel competition”: Junge Musiker mit großem Faible für Händel

Mittagspause. Der Vormittag hat mich bekannt gemacht mit vier jungen Ensembles, die sich alter Musik verschrieben haben. Als Mitglied der siebenköpfigen Jury des neuen Wettbewerbs bei den Händel-Festspielen bin ich dabei. Im Adam von Trott-Saal in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz erklingen den ganzen Tag Kompositionen aus der Barockzeit: Acht Ensembles sind dabei, stellen ihre Interpretation vor und ihr Können in maximal 15 Minuten unter Beweis. 

“Das wird nicht einfach”, meint nach der Vormittagsrunde eine Dame aus dem Publikum zu einigen der Jurymitglieder der “göttingen haendel competition”. Sie erhält keinen Widerspruch. 

Zuspruch kann hingegen der Wettbewerb noch gut gebrauchen: Im schönen Saal ist noch viel Platz für Publikum. Am Freitag am Nachmittag bis 17.30 Uhr und am spannenden Sonnabendvormittag erst recht: Dann geht das Finale über die Bühne mit den drei am Freitagabend ausgewählten Ensembles. 

Nun in der Mittagszeit habe ich schon einen Favoriten und bin beeindruckt.

Nun in der Mittagszeit habe ich schon einen Favoriten und bin beeindruckt. Die jungen Musikerinnen und Musiker drücken den alten Musikwerken sehr unterschiedliche Stempel auf, gehen selbstbewusst ans Werk und zeigen doch, wo sie noch Youngster sind –  treten zurückhaltend auf und agieren hochkonzentriert. Acht Ensembles mit insgesamt 31 Musikerinnen und Musikern, und jeder will gewinnen. Wer das geschafft hat, wird es am Sonnabend bei der Festspieleröffnung um 14.30 Uhr auf dem Jacobi-Kirchhof erfahren. Und das erste Ensemble kommt dann mit einem Konzert im Welfenschloss in Hann. Münden auf eine große Bühne der Händel-Festspiele am Montag, 15. Mai, um 19.3o Uhr. 

Bis morgen bleibt es spannend. Die Mittagspause geht zu Ende, die nächsten vier Ensembles  kommen ins Haus. Was mag das für meinen Favoriten bedeuten?

Von Angela Brünjes