Starke Ensembles aus der Schweiz, Spanien und den Niederlanden

BU: Tobias Wolff (links) mit den Teilnehmern der zweiten Wettbewerbsrunde: Diletto Musicale, The Counterpoints und L'Apothéose (von links). Foto: r

Drei Ensembles gehen in die Endrunde der „göttingen händel competition“: L’Apothéose, Diletto Musicale und The Counterpoints. Von diesen  werden am Sonnabend, 13. Mai, in der Alten Mensa, Wilhelmsplatz 3, ab 10 Uhr weitere Werke Alter Musik zu hören sein.  Und mein Favorit ist dabei. Als Mitglied der siebenköpfigen Jury habe ich den ganzen Freitag gehört, gesehen, geprüft und geurteilt über 31 junge Musikerinnen und Musiker, die alle beweisen, dass historische Musik kein alter Hut ist.

Und, wie es sich für die Internationalen Händel Festspiele gehört, steht der Komponist Georg Friedrich Händel (1685-1759) im Mittelpunkt des zweitägigen Wettbewerbs.

Der geht am Sonnabend in die letzte Runde. Spannend wird es für elf Musikerinnen und Musiker. Vermutlich proben sie am späten Freitagabend und frühen Sonnabend intensiv für ihr Programm der zweiten Runde. Das hatten alle Teilnehmer bereits vor Wettbewerbsbeginn abzugeben. So weiß ich, dass neben Werken von Händel, Bach oder Geminiani auch die von Gegenwartskomponisten wie Matthes oder Frandsen gespielt werden.

Von der Schola Cantorum Balisiensis in der Schweiz wurde das Ensemble Diletto Musicale geprägt. Die Mitglieder sind zwischen 23 und 28 Jahre alt: Geiger Lukas Hamberger und Vadym Makarenko, die Cellistin Clara Gomez und die Cembalistin Eva-Maria Hamberger. Ihr Anliegen, das Publikum mit unbekannten oder vergessenen Komponisten der Alten Musik bekannt zu machen, setzten sie auch am Freitag um mit einem Werk der Nonne Isabella Leonarda (1620-1704).

Als Duo hat das Trio The Counterpoints im Jahr 2011 begonnen. Flötist Thomas Triesschijn (25) und Cembalist  Aljosja Mietus (27) begannen damals vor allem die Musik von Johann Sebastian Bach zu spielen. Als Trio nahmen sie mit Geigerin Anna Jane Lester (26) am Wettbewerb teil. Den verstehen die Musiker aus den Niederlanden “als Sprungbrett”, um sich als professionelles Ensemble zu empfehlen.

Nach einem Musikstück von Couperin haben Laura Quesada (27) und Carla Sanfélix (33) aus Madrid sich L’Apothéose genannt. Seit 2015 sind die Flötistin und die Cellistin ein Team, das mit Cembalist Asis Márquez (29) und Geiger Victor Martínez (29) zum Ensemble, das in der ersten Runde des Wettbewerbs mit seiner Interpretation von zwei Musikstücken Händels überzeugte.

Am Sonnabend beginnt mit den Spaniern die zweite Runde des Wettbewerbs um 10 Uhr in der Alten Mensa. Jedes Ensemble wird dann 30 Minuten Zeit haben. Dazukommen lohnt sich. Es wird spannend. Und ich bin besonders gespannt, wie mein Favorit sich am Sonnabend präsentiert und ob das Ensemble mein Favorit bleibt.

Von Angela Brünjes